Hallo liebe Freunde des gepflegten Pinselschwungs!
Heute will ich euch eine Technik zum Bemalen von Schilden vorstellen, die ich neu ausprobiert habe.
Wenn man einem mit Schilden ausgerüsteten Regiment ein einheitliches Aussehen
geben möchte und man nicht Stunden damit zubringen will Freehands zu malen,
gibt es die Möglichkeit Decals zu verwenden...
Kennt ihr das auch: Noch
16 Schilde zu bemalen aber nur noch 7 rote Löwendecals übrig...ARRRRG! 😬
Nun heißt es, sich durch ebay wühlen, um mit Glück noch eines der
begehrten Sets teuer zu ersteigern oder eventuell selbst welche auf
Spezialpapier zu drucken.
Eine Alternative bietet die Technik, Motive
mittels eines Transfermediums zu übertragen. Hierzu braucht man eine
Kopie oder einen Laserausdruck des Motivs. Tintenstrahlausdrucke würden
bei dem Verfahren verlaufen. Als Transfermedium benutzte ich Hobby Line
Fototransfer Potch und zum Vergleich ein Transferset aus dem LIDL.
Eine schier unfassbare Menge an tollen Schildmotiven und Bannern bietet folgender Blog:
http://michasfiguren.blogspot.de 👍👍👍
Ich
habe mir einige von Michas Motiven ausgedruckt (Vielen Dank Micha für deine schier unerschöpfliche Kreativität) um die ersten Versuche
zu starten. Außerdem habe ich zwei Kunststoffschilde sprühgrundiert.
Nun
wird datt Zeugs gleichmäßig auf den Schild aufgetragen und das
ausgeschnittene Motiv mit der Bildseite nach unten aufgebracht. Dem
findigen Leser wird jetzt vielleicht aufgehen, warum es von Vorteil ist,
das gewünschte Motiv spiegelverkehrt auszudrucken💡.
Bei
dem LIDL Produkt heißt es nun, man solle das ganze 24 Stunden stehen
lassen. Die Empfehlung beim Hobbyline Medium ist, das ganze 10 Minuten
trocken zu fönen. Ich hab mich bei beiden Schilden fürs Fönen (mit einem
verzauberten Rasierapparat😀) entschieden.
Wenn das ganze trocken
ist macht man es wieder nass, um das Papier nun aufzuweichen. Wenn alles
gut gegangen ist, hat die Druckfarbe sich mit dem Untergrund verbunden
und man kann damit beginnen vorsichtig das durchweichte Papier
wegzurubbeln.
An einigen wenigen Stellen hat sich die Farbe nicht richtig übertragen. Beim Lidl-Schild rechts sieht man das etwas mehr.
Vielleicht
klappt es mit etwas Übung etwas besser. Aber wer will schon ein Schild
ohne die Spuren heroischer Schlachten haben 😉. An den Rändern des
ausgeschnittenen Schildmotivs müsst ihr etwas aufpassen. Hier ist bei
mir das Medium etwas dicker aufgetrocknet und ich musste ein wenig
schleifen. Hier könnte das Anpassen des Ausdruckes auf die genaue
Schildgröße Abhilfe schaffen.
Oder man überträgt das Motiv auf grundierte Plastikcard und schneidet dann den Schild zurecht:
(Mit ein wenig Wärme kann man dem Shild auch eine Wölbung verpassen)
Am Ende wird der Schild noch ein
wenig mit Farbe gepimpt und voila! Fertig! Vorteil der Methode: Man kann
für wenig Geld eine große Anzahl gleicher, detailierter Schildmotive herstellen.
Ich finde für das Zeug bietet sich noch eine Reihe anderer Anwendungsmöglichkeiten: Banner, Hausschilder, Sockelbeschriftung..... Schöne Oldhammer Artworks auf meinen Holzfigurenkisten....Übertragung aufwendiger Skizzen auf eine anderes Trägermaterial.....
Vielleicht habt ihr noch einige Ideen.
Ich hoffe ich konnte mit dieser neuen Technik neuen Schwung in eure Armeeprojekte bringen.
Und jetzt will ich Schilde sehen 😉