Donnerstag, 29. Juni 2017

GeOrc's Blending Workshop in Trier [23.06.17-25.06.17]




Na endlich! Endlich hatte ich die Gelegenheit einen der Gründerväter der deutschen Figurenmalszene in Aktion zu sehen, Georg Damm.




Ich hatte die Arbeit von Georg schon seit Jahren im Internet verfolgt und bewundert und zähle ihn zu den Leuten, die das Niveau der Miniaturenmalerei maßgeblich nach vorne gebracht haben. Um so schöner, dass er andere an seinem Wissen und Können teilhaben lässt.
Trier war an dem Workshopwochenende im absoluten Belagerungszustand: Altstadtfest und Stadtlauf. Das hielt einige wackere Hobbypinsler aber nicht davon ab, in die tief in der Erde liegenden Gruften der Spielbar hinabzusteigen um dort ,von der Außenwelt abgeschnitten, vom Meister des Blendens zu lernen. Georg hat hierfür immer sehr anschaulich einen Theorieblock vorgeschoben und das ganze dann in der Praxis demonstriert bevor wir uns an der gestellten Aufgabe versucht haben. Ich fand es sehr gut, dass es ein vorgegebenes Farbkonzept gab, sodass man sich voll und ganz auf die Technik konzentrieren konnte.
Bei der Workshopmini handelte es sich um ein Kampfhühnchen, Tzaangor, von GW.
Hier in der Beispiel(einschüchterungs)bemalung von Georg:


Das erste Blending fand auf dem Schild statt. Beziehungsweise sollte auf dem Schild stattfinden. Was zunächst stattfand war die allgemeine Ernüchterung, dass das, was bei Georg so spielerisch ausschaute doch irgendwie mit Jedimagie zu tun haben musste. Durch die Malgruft der Spielbar war bald hier und dort ein Ächzen und Schnaufen zu hören (ich befürchte meine Schnaufer waren am lautesten) und jeder kämpfte sich wacker durch die Farbverläufe.

Als das erste Blending geschafft war dachte ich: Na ja, mit ein bischen Übung kann man das mit der Zeit schon meistern. Natürlich hab ich am nächsten Tag dann das Blending auf der Rückseite des Schildes versemmelt.... Nicht genug konzentriert und gestruddelt, falsche Pinselhaltung und und und.... Sorry Georg. Meister, ich bin unwürdig!!!😅
Nach ein paar gepflegten Bierchen auf dem Altstadtfest war der größte Kummer dann besänftigt zumal ja die anderen Blendings auf der Mini ja dann doch immer besser geklappt hatten. Es geht doch nichts über ein kühles Pils nach einem Blendingmassaker in der Malgruft.
Georg hat allen Teilnehmern eine optimale Betreuung angedeihen lassen. Auf seinen Kontrollrunden erkannte er die Schwachpunkte schnell und brachte einen mit gezielten Ratschlägen wieder auf den richtigen Weg. So sah man am Sonntag doch dann in viele zufriedene Gesichter, nachdem Georg uns noch in die Mysterien des Gold- und Silber NMMs eingeführt hatte und uns noch einige andere Kniffe aus der Trickkiste vorgeführt hatte.
Alles in allem ein toller Workshop mit einem ausgezeichneten und überaus sympathischen Lehrer und angenehmen Mitstreitern. Das schreit ja förmlich nach einer Fortsetzung!!!

Aber jetzt zur Fotostrecke mit den gewohnt doofen Kommentaren. Ich kann nicht anders😁

Die Dungeonblender der Spielbar Trier




"So könnt ihr in nur fünf Minuten ein schönes Blending hinbekommen"
Die Teilnehmer ersetzen innerlich "fünf Minuten" mit fünf Stunden und "schönes" mit  bescheidenes.
Eric pumpt Farbe auf seine Mini.
Überall wird wild umhergeblendet!
Da wir keine Zeit zur Nahrungsaufnahme verschwenden wollten versorgten wir uns intravenös mit Blutkonserven. 
Na, ihr beiden kleinen Scheißerchen!
Georg, die Blendgranate
Georg macht mikroskopisch kleine Kringel. Daniel tut so, als ob er sie sehen könnte.
Einfach nur blendend.
Mein Zwischenergebnis. Zangor aus Freilandhaltung.





Und hier die Ergebnisse des Kurses: 


Aus den Tiefen des Maldungeon emporgestiegen nach drei Tagen entbehrungsreichen Powerblendings um wieder das Licht der Sonne zu erblicken und sie haben immer noch ein lässiges Lächeln auf den Lippen. Respekt!



Danke an alle!

Dienstag, 13. Juni 2017

Auf meiner Werkbank tummeln sich gerade Imperiale Jäger und die Seegarde von Lothern.
Bei dem Silber hab ich mich zum ersten mal mit der Airbrush versucht. Grundlage war eine Schwarz-Weiß-Grundierung. Darauf sprühte ich dann Model Air Steel und anschließend Model Air Silver. Zum Schattieren benutze ich Hawk Turquoise, Dark Sea Blue und eine Mischung aus Dark Sea Blue und Schwarz, von hell nach dunkel.
Um die Klingen gegenläufig zu schattieren maskierte ich sie mit Klebeband. Dann kam noch ein Wash zum Einsatz, das ich mir aus Badab Black, den alten Black und Blue Inks und etwas Wasser zusammenbraute. Die Kanten hab ich anschließend mit einem hellen Silber akzentuiert, werde da aber noch ein bischen nachlegen müssen.
Alle Goldbereiche wurden zunächst mit Scorched Brown untermalt. Darauf kam eine Schicht Gehennas Gold, die mit einer verdünnten Portion des guten alten Chestnut Ink getuscht wurde. Dann kam Auric Gold zum Einsatz und schließlich eine Mischung aus Gold und Silber.
Der Jagdmarschall des Imperiums, Markus Wulfhart, ist fast fertig. Ich sage nur Finecast, was brauchts der Worte mehr... Für mich einer der Sargnägel zum Untergang von Warhammer Fantasy.
Aber solange wir unsere Figurenberge fleißig abarbeiten und den Minis ordentlich Farbe verpassen, wird die Alte Welt nicht untergehen. Ääätsch! Für Sigmar! statt Age of Sigmar 😄


Sonntag, 26. März 2017

Ryan Devotos "Spieltisch"



Ryan Devoto nimmt uns auf einen filmischen Spaziergang über seinen Spieltisch mit..... Wohl eher die Mutter aller Spieltische....
Davon, dass es sich hier um ein fantastisches Gelände handelt, konnte man sich ja schon viellertorts im Internet auf zahlreichen Fotos überzeugen. Dass dieses Paradies für Tabletopliebhaber auch noch von erstklassig bemalten Figuren bevölkert ist, sieht man in diesem Video. Also Sabberlätzchen umbinden und ehrfürchtig anschauen ;)!
Tonnenweise Fotos könnt ihr auch auf seiner Facebookpräsens bewundern:

Samstag, 25. März 2017

Samson hat jetzt auch mal ein bischen Farbe abbekommen. Das Leder ist irgendwie mit der alten Brown Ink etwas zu speckig geworden, außerdem könnte es noch ein paar Kratzer, Abnutzungspuren und mehr Highlights vertragen. Die Hose braucht noch mehr Kontrast. Vielleicht gehe ich mit den Schatten mehr ins Violett. Könnte ich auch mal bei der Haut probieren. Auf dem Foto seh ich jetzt auch, dass der gute ziemlich heftige Augenringe hat. Wohl mal wieder die Nacht in der Schmiede durchgehämmert! Soweit die Selbstanalyse. Auf so einem vergrößerten Foto sieht man es doch irgendwie besser als mit zusammengekniffenen Augen über den Maltisch gebuckelt !








Bruder Tucker ist irgendwie eine mittelalterliche Mischung aus Daryl und Merle und somit extrem cool 😀!

Donnerstag, 16. März 2017

Zombicide Black Plague WIP 1



Ich hab mir jetzt mal ein paar Figuren aus Zombicide Black Plague vorgeknöpft.

Ich hab auf der schwarzen Grundierung den Schattenverlauf mit dem Luftpinsel mit Grau und Weiß angelegt und will mal probieren, wie es aussieht, wenn ich nur mit dünnen Lasuren arbeite, durch die der Helligkeitsverlauf der Untergrundbemalung noch hindurchscheint.


Bei Zombicide find ich die an Filmfiguren angelehnten Minis immer am interessantesten. Coppolas Dracula mit der ikonischen Drachenrüstung aus der Eröffnungssequenz fand ich immer schon cool, hab aber nie ein enstsprechendes Modell im 25mm Maßstab gefunden. Zombicide hat da Abhilfe geschaffen. Ich hab da jetzt ein paar Schichten verschiedener Rotlasuren drauf, ne rote Wash und hab die Erhebungen der Rüstung nochmal hell trockengebürstet. Jetzt kommt noch das Metall, und noch ein paar Detailarbeiten. Ich muss nur aufpassen, dass ich mich nicht wieder zu sehr verkünstel, soll schließlich ne Spielfigur werden und die Spielkiste ist noch so verflucht voll



Falls sich jemand wundert warum einige Bilder nicht angezeigt werden. Da Dropbox seine Freigaberoutinen geändert hat, darf ich nun einiges neu verlinken...hmmmpfff...
BEI GRABTHARS HAMMER!!!! 😡





Sonntag, 5. März 2017

Weltenkonstruktorium Rügen





Auf Rügen entsteht gerade ein weltweit einzigartiges Zentrum zum Thema Tabletop und Miniaturenbemalung, das Weltenkonstruktorium. 
http://www.weltenkonstruktorium.de/ 
Während des letzten Sommerurlaubs auf Rügen, bei dem wir natürlich einige der wenigen Regentage auf der schönen Insel genießen durften, hatte ich Gelegenheit mir dort den Stand der Dinge anzuschauen. 
Das Weltenkonstruktorium liegt direkt an der B96. Dort kämpfen die Gebrüder Roeßler gegen behördliche und finanzielle Windmühlen, um einen alten Baumarkt in ein Tabletopparadies zu verwandeln. Mein erster Eindruck war: Oje, da muss bis zur Eröffnung aber noch ganz schön rangeklotzt werden. Ronny Roeßler war so freundlich, uns durch die Halle zu führen und sein Projekt zu erklären. Mein zweiter Eindruck: Es wird wohl eine zeitlang dauern, aber die schaffen das! Ronny zeigte so viel Enthusiasmus und Freude bei dem was er da angekurbelt hat, dass der Erfolg über kurz oder lang nicht ausbleiben wird. Jedenfalls wünsche ich ihm die Kraft und den langen Atem, das durchzuziehen.




Lassen wir mal Ronny zu Wort kommen:

1. Wie und wann kamst du zum Hobby?
Eine Freundin (Ulrike) von meinem besten Freund (Matthias)  hat ihm mal zum Geburtstag die Startbox von Warhammer 6. Edition geschenkt. Diese haben wir uns dann geteilt, zusammengebaut, die Regeln gelesen und dann begonnen zu spielen. Ulrike bekommt dafür später eine lebenslange Frei-Eintrittskarte, wenn das Weltenkonstruktorium geöffnet hat.
2. Wo liegt für dich der Schwerpunkt im Hobby?
Eigentlich liegt der Schwerpunkt in einem Kernpunkt der Kombination aus allen Bereichen. Die Freude am Spiel kommt erst dann richtig zum Vorschein, wenn man seine eigenen handbemalten Miniaturen in verschiedene Abenteuer führen kann und diese dann noch eine tolle Hintergrundgeschichte liefern. 




3. Wo soll der Schwerpunkt im Weltenkonstruktorium liegen?
Das Weltenkonstruktorium wird eine Kombination aus allen Bereichen, die mit Miniaturen und Modellbau zu tun haben, beinhalten. Schwerpunkt ist natürlich die Miniaturenausstellung, welche Dioramen und Einzelfiguren jeden Genres umfassen. Der Spiel- und Bastelbereich sind weitere Kompenenten, die die Ausstellung abrunden. Allerdings sind wir ein Unternehmen und müssen unsere Kosten erwirtschaften und damit unseren Besuchern eine gute "Bewirtung" liefern. Hierzu wird für die Touristen der Insel Rügen eine große geschichtliche Ausstellung zur Verfügung gestellt, in welcher sie bekannte Ereignisse erleben können. Der Besucher bekommt daneben eben auch Einblicke in bedeutende phantastische Welten, die ihnen vielleicht vorher nicht geläufig waren.
4. Wie wird die Ausstellung gegliedert sein?
Die Ausstellung wird große und kleine Dioramen umfassen, die nicht nach einem System geordnet sind. Es wird einen Hobbyclub für Clubmitglieder geben, die der Besucher durch abgeteilte Glaselemente bestaunen kann. Die große Einzelausstellung wird weltweite Miniaturen von Herstellern in einer langen Reihe von Glasvitrinen zeigen, die nach Themen geordnet sind, wie Drachen, Römer, Hobbits, Fahrzeuge, Zeitepochen usw.






5. Beschreibe einmal das größte Diorama, dass das Weltenkonstruktorium bei seiner Eröffnung zeigen wird.
Wir hatten ursprünglich an Minas Tirith gedacht und haben uns dafür extra von verschieden Künstlern der Szene Angebote machen lassen. Allderdings waren die Kosten und der zeitliche Rahmen dafür enorm. Nun ist eines der favorisierten Dioramen die Varusschlacht, weil wir die Firma Worlord als festen Partner gewinnen konnten. An diesem Punkt möchten wir uns noch ganz besonders bei Christan Münzer und John Stallard für ihre Zuarbeit bedanken.
6. Wie viele Dioramen wird es geben?
Es sind knapp 10 große (jeweils über 10 m²) Dioramen geplant, und viele mittlere und kleine.





7. Ist  geplant, das Weltenkonstruktorium als Eventstandpunkt für Workshops-, Mal- und Spielwettbewerbe zu etablieren?
Wir sehen uns dort künftig als eine feste Größe in diesem Bereich und möchten auch international Treffen veranstalten. Allerdings sehen wir uns nicht als Konkurrenz für andere und vor allem kleinere Turniere. Ganz im Gegenteil, wir hoffen, mehr Spieler und Hobbyfreunde für diese freundschaftliche und soziale Szene begeistern zu können. 







8. Wird es Exponate bekannter Künstler aus der Malszene geben?
Ja. Wir ermöglichen es, Künstlern ihre Exponate, Dioramen und Modelle dauerhaft oder leihweise unentgeltlich auszustellen. So können sie ihre Werke auch hunderttausenden Besuchern zugänglich machen, die sie nie auf normalem Wege erreicht hätten. Zusätzlich vermitteln wir Kontakte für Interessenten. Die Besucher des Weltenkonstruktoriums werden aus allen Lebensbereichen und Altersgruppen sein. Wir stehen in Kontakt mit den Pigment Piraten aus Hamburg und vielen anderen großen einzelnen Künstlern.





9. Welche sind momentan deine drei liebsten Miniaturen? 
Gotrek Gurnission und Felix Jaeger, Gandalf, Warpwolf des Oberos
10. Welche Figur ist dein Favorit unter deinen selbst bemalten Figuren?
Ogerpirat (mit der Möwe auf der Schulter)





11. In welcher Form könnte die Community euch bei eurem Vorhaben unterstützen? 
Wir würden uns freuen, wenn die Community Modelle für unsere riesige Einzelausstellung professionell bemalen bspw. fertige Dioramen bei uns ausstellen. Die Namen der Künstler werden für den Besucher ersichtlich sein. Wir haben schon jetzt alle Modelle von Warlord, Gary Hunt Miniatures, Eureka Miniatures, Freebooter, DGS Games, TableTopWorld, JTFM Enterprise uvm. Außerdem suchen wir Veranstalter/Organisatoren von großen Turnieren zu allen gängigen TableTop Systemen. 




Wenn ihr also eine Weltweit einzigartige Anlaufstelle für unser Hobby nach Deutschland holen wollt, dann unterstützt dieses Projekt wo es nur geht!!!